Fünfte Woche – von Pubs & Pints

Pint
Standard

Meine Recherche am Wochenende war erfolgreich: Ich habe bereits ein cooles Studentenapartment mitten im Zentrum von London gefunden und freu mich schon total darauf, kommende Woche bereits dort einziehen zu können. Zu Beginn der Woche habe ich von meinem Chef mein erstes großes Marketing-Projekt zugeteilt bekommen – ich darf einen Entwurf für die neue Firmenhomepage für die neue Zweigstelle des Unternehmens in Kapstadt – Südafrika erstellen auf Englisch erstellen. Wenn ich damit fertig bin, wird sie am Ende dann auch wirklich online geschaltet. Dafür muss ich erstmal einiges an Recherche betreiben, was recht zeitaufwendig ist, aber ich muss mit dem Projekt auch erst Ende April fertig werden, habe also den ganzen Monat dafür Zeit, wobei ich das so wie’s aussieht auch echt brauchen werde. Ich soll hierfür neben dem Text sogar Skizzen anfertigen, damit man eine Vorstellung davon gewinnt, wie sich die einzelnen Tabs am Ende auf der Homepage öffnen werden und welche Websiteinhalte sich überhaupt verändern, wenn am ein Tab anklickt.

Nebenbei mache ich mittlerweile nachmittags immer für etwa 1 – 2 Stunden Kundenanrufe. Das läuft folgendermaßen ab: unsere Kunden registrieren sich online auf unserer Website für unseren Service an. Nachdem ihre Daten bei uns eingegangen sind, rufen wir sie in den folgenden Tagen an um Details zu klären und falls nötig sinnvolle Änderungen mit ihnen durchzusprechen. Meinem Chef wäre es lieb, wenn ich täglich 30-40 Anrufe schaffen würde – ich dagegen bin schon froh, wenn ich etwa 20 Telefonate schaffe ;-). Ich fühle mich nach wie vor einfach nicht wohl dabei. Aber er hat Recht, nur wenn ich daran arbeite wird’s besser.

Am Donnerstag waren meine Kollegen und ich nach Feierabend dann noch in einen Pub, etwas trinken. Für mich war das mein erster Pubbesuch ever J und das obwohl ich ja eigentlich Bier nicht mag (was für eine Deutsche ja sehr untypisch ist ;-)). Mehr als ein Pint schaffe ich daher auch nicht, das allein ist für meinen Geschmack schon viel zu groß :D. Ich fand es aber wirklich schön, endlich mal was mit meinen Kollegen zu machen und zu sehen, wer alles nach der Arbeit so in den Pub geht. Ein Pubbesuch ist wirklich schon ein Teil englischer Kultur. Das Feierabendbier im Pub mit den Kollegen gehört in England einfach mit dazu. Man trifft sich nicht mal eben daheim bei Freunden im Wohnzimmer sondern stattdessen im Pub. So ein Pub hat einfach einen ganz eigenen Charme und man muss das definitiv, wenn man hier ist, mal gesehen haben. Ich mag auch das bunt gemischte Publikum im Pub von Bankern bis hin zu einfachen Arbeitern findet man hier alles. Ich habe hier sogar einen getroffen, der ebenfalls aus Deutschland kam :D. Passend dazu ist unser Trüppchen auch international, keiner meiner Kollegen ist ein richtiger Engländer, aber alle sind mittlerweile dem Londoner Charme verfallen und wohnen hier nun schon seit Jahren.

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